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Modelle aus Filmen und Fernsehserien
Einleitung

      Bei Playcraft Toys Limited, einer Tochtergesellschaft des Corgi-Inhabers Mettoy, dürften im Herbst 1965 die Champagnerkorken geknallt haben, hatte man doch gerade einen hervorragenden Deal mit EON Productions, den Produzenten der James-Bond-Filme, abgeschlossen. Eon suchte nach Merchandising-Artikeln für den neuen James-Bond-Film „Thunderball“ (deutsch „Feuerball“), und Playcraft Toys schlug vor, ein Modell von James Bonds Aston Martin DB5 mit einigen der typischen Bond-Funktionen zu produzieren. Das Auto hatte seine Premiere im ein Jahr vorher erschienenen Film „Goldfinger“ gehabt und tauchte in „Thunderball“ wieder auf. (Mehr dazu auf der Seite über den James-Bond-DB5.) Damit begann die erfolgreiche und für den Corgi-Hersteller zweifellos äusserst lukrative Geschichte der Film- und Fernseh-Autos in der Corgi-Toys-Familie.

      Dieser Aston Martin war es Corgi dann wert, auf dem Titelbild des Katalogs 1966 zu erscheinen – einschliesslich des hinausgeschleuderten Bösewichts. Im gleichen Katalog finden wir den Volvo P 1800 von „The Saint“ (deutsch „Simon Templar“), dessen englische und in Deutschland wenig bekannte Bezeichnung man auch für den deutschen Markt beibehielt.
      Auch das Auto aus der US-amerikanischen Serie „Green Hornet“ erschien bei Corgi. Ich kann mich nicht erinnern, dieses Modell je im deutschen Spielwarenhandel gesehen zu haben, was auch nicht verwunderlich ist: Die Serie lief bis heute nie im deutschen Fernsehen. Sie hat bei Freunden des Genres einen gewissen Bekanntheitsgrad, weil der später berühmte Bruce Lee in dieser Serie erstmals auftrat. In den USA verkaufte sich das Modell aber sehr gut.


Englischer Katalog 1966

Deutscher Katalog 1969

 

Hier hat Corgi alles richtig gemacht; so verkauft man Modelle:
Das Gift Set No. 40 „The Avengers“ wurde im deutschen Katalog 1969
unter dem bekannten deutschen Titel „Mit Schirm, Charme und Melone“ angeboten.

      Es folgten das Batmobil und das Batboot aus der Serie „Batman“, es gab das fliegende Auto „Chitty Chitty Bang Bang“ aus dem gleichnamigen Märchenfilm, das Auto aus der Serie „The Man from U.N.C.L.E.“ (deutsch „Solo für O.N.C.E.L.“) mit Figuren der beiden Hauptfiguren Napoleon Solo (gespielt von Robert Vaughn) und Ilya Kuryakin (David McCallum) (1), und James Bond wurde noch einmal mit dem Toyota 2000 GT aus dem Film „You Only Live Twice“ (deutsch „Man lebt nur zweimal“) berücksichtigt.

      Alle diese genannten Modelle erschienen noch in „meiner“ Corgi-Ära, also bis 1970. Es ging danach aber munter weiter; Corgi hatte einen fast unerschöpflichen Markt entdeckt. Es erschien Bodies Ford Capri aus der Serie „The Professionals“ (deutsch „Die Profis“) mit Figuren der Helden Doyle und Bodie und ihres Chefs George Cowley (Doyles Ford Escort RS2000 wurde erst 2022 als → limitierte Sonderserie gebracht), und auch „The Persuaders“ (deutsch „Die 2“) brachte nur das halbe Team, nämlich Lord Sinclairs Aston Martin mit einer Figur von Roger Moore; Danny Wilde und sein Ferrari wurden nicht berücksichtigt.
      Der dunkelgrüne Ford Mustang mit einer Figur von Steve McQueen aus „Bullitt“ (dem Film mit einer der legendärsten Verfolgungsjagden der Filmgeschichte) wurde ebenso als Modell umgesetzt wie der klassische dunkelrote Jaguar Mark II mit dem schwarzen Dach von Inspector Morse. Als Krimifreund vermisse ich (nun ja, nicht wirklich) eigentlich nur noch Inspektor Columbos Peugeot 403 Cabrio und Veras legendären Land Rover.

      Es gab ausserdem Fahrzeuge zu britischen Serien, die in Deutschland nicht oder kaum bekannt sind: „Only Fools and Horses“ lief nie in deutschsprachigen Ländern, der „psychedelisch“ designte → Rolls-Royce aus „The Hardy Boys“ war auch in den USA kein Erfolg (die Serie ist nur über einen Streaming-Dienst bei uns zu sehen), und „Noddy“ ist für ein Publikum, das älter als fünf Jahre ist, nicht mehr interessant.

      Sie können aus Film- und Fernseh-Fahrzeugen ein eigenes Sammelgebiet machen, das aber dann enorm umfangreich wird. Ich beschränke mich, wie erwähnt, auf die sechziger Jahre, und selbst aus dieser Ära muss ich nicht alles haben. Meine Modelle zum Thema finden Sie auf den nächsten Seiten, und natürlich beginnen wir mit dem Auto, mit dem alles anfing: Dem Aston Martin DB5 aus den James-Bond-Filmen.

Weiter zur Seite Der Aston Martin DB5 aus Goldfinger und Thunderball.


Fussnoten:

  1. Ebenso wie Simon Templars Volvo P 1800 mit dem Saint auf der Motorhaube hatte dieses Modell allerdings kein Vorbild in der Serie. Die beiden Agenten fuhren in der 3. und 4. Staffel ein → modifiziertes Chrysler Concept Car, aber nie einen Oldsmobile Super 88 (und für unauffällige Verfolgungen sicher nicht mit einem riesigen U.N.C.L.E.-Emblem auf der Haube).

Literatur/Links:


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Erste Veröffentlichung am 6. April 2023, letzte Bearbeitung am 6. April 2023.


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